Eine Verquickung unglücklicher Tatsachen (#FailCompilation)

„Eine Odyssee ist lustig, eine Odyssee ist schön, denn da kann sein Flugzeug viel zu früh wegfliegen sehn‘.“

Ich schreibe das hier auf dem Weg zum Flughafen. Morgen Konferenz in Köln. Der Aufbruch war etwas überstürzt. Der Vormittag war für eine Beitragseinreichung bei einem ominösen aber potenziell lukrativen Wettbewerb draufgegangen, die Kofferfüllung wurde hastig zusammengestellt, dann noch ein kurzer Abstecher an die Hochschule, um Erstsemestern bei den ersten Schritten wissenschaftlichen Arbeitens zu helfen und beim Losgehen sprach Franzi am Telefon noch mit ihrem Betreuer über die Master-Thesis, die nun auch endlich in den letzten Zügen liegt. Wo ist denn die EC-Karte? Mist, irgendwie verloren. Kurze Panik aufgrund der fortgeschrittenen Zeit und dann einfach mit den 17,50 Euro Bargeld und einer Kreditkarte los, die sich noch zwischen alten Bahntickets und Quittungen im Portemonnaie versteckt hatten. Damit wird es schon gehen. Sind ja nur zwei Tage und alles ist schon gebucht und bezahlt.

Apropos letzte Züge: Züge sind ja ohnehin so eine Sache. Mal kommen sie pünktlich, mal weniger und manchmal gar nicht. Bisher hat alles gut geklappt und ich muss im Flieger oder am Abend in Köln nur noch meine Präsentation vorbereiten, die praktischerweise erst am zweiten Konferenztag eingeplant ist. Ein Streik ist frühestens für den Rückflug angedroht, was mich aber relativ unbeeindruckt lässt, weil die Konferenz ja dann wenigstens schon durch ist.

Ich nehme die mittlerweile wohlbekannte Strecke: Regionalbahn 1 bis Charlottenburg und dann den 109er Bus zum Flughafen Tegel. Aber Moment mal… – Tegel? Plötzlich kommt mir ein schrecklicher Verdacht: Hatte ich wirklich Tegel gewählt oder doch wegen der besseren Abflugzeit auf Schönefeld gesetzt? Siedend heiß fällt es mir ein: Schönefeld! – Beschämt und noch etwas paralysiert von meiner (ungewöhnlichen) Planlosigkeit gehe ich kurz die Optionen durch: 1) Von hier mit dem Taxi zum Flughafen: Dafür reicht die Kohle nicht. 2) Noch ein Stück mit der S-Bahn weiter und dann mit dem Taxi: Auch dafür reicht wahrscheinlich die Kohle nicht, weil immer noch eine halbe Stunde Fahrzeit und ebenso ungewisse Ankunft. 3) Weiterfahrt mit einer S-Bahn und Daumen drücken: Wenigstens schon bezahlt, Ankunft am Flughafen aber zur Abflugzeit um 18:15 Uhr, also definitiv zu spät. Aber jetzt aufzugeben ist total bescheuert, also los!

Irgendwann bimmelt das Telefon. Eine SMS? Von Germanwings?

„Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass sich Ihr Flug 4U43 am 04.11.2015 auf 18:30 verspätet. Check-in-Zeiten unverändert. Weitere Informationen: http://…“

YEEEES! Das breite Grinsen quer übers Gesicht lässt sich einfach nicht mehr aufhalten. Jetzt noch schnell mobil einchecken und es ist wieder alles möglich: Zimmerbuchung, Abendveranstaltung und der ganze erste Konferenztag.

Ok, konzentrieren: Ringbahn rechtsherum, dann mit der S45 um 17:50 Uhr zum Flughafen starten und alles ist schick! – Aber was ist das denn jetzt? Defekt am Fahrzeug? Zug fällt aus? Och nööö! Wieder Alternativen checken. Wieder keine Kohle. Neue Verbindung: Neukölln (Hallo Markus!) und dann mit dem Bus zum Flughafen. Zehn Minuten verloren. Mist.

Der Mann hinterm Schalter schüttelt nur noch den Kopf. Trotz Verspätung des Fliegers keine Chance noch reinzukommen. Die Anzeigetafel bekräftigt die traurige Wahrheit: Boarding completed.

FUCKsgerät!

Ich stehe noch einige Minuten verdattert rum und weiß nicht vor und nicht zurück. Nachtzug nach Köln? Mmpf. Mein Antrieb ist im Keller. Ich wandere noch ein wenig ratlos hin und her als ob ich noch auf irgendeine geniale Lösung kommen würde. Tu ich aber nicht.

Dann beginnt der Rückweg zur S-Bahn-Station. Wieder schleicht sich ein Grinsen quer über mein Gesicht. Es sieht aber ein bisschen anders aus als das erste. Ich beschließe, die 10,20 Euro für die Fahrkarten und die Folgekosten für die morgige Zugfahrt (50 Euro) als Lehrgeld zu verbuchen und mich dafür heute Abend richtig schön volllaufen zu lassen auf den morgigen Tag vorzubereiten. – Mit Reiseplanung, Präsentation und alles.

Die Rückfahrt im Kurzprotokoll:
19:35 Uhr: Signalstörung, Weiterfahrt verzögert sich etwas. (8 Minuten)
20:04 Uhr: Der Zug hat die 8 Minuten tatsächlich aufgeholt und kommt pünktlich in Golm an. – Und wartet dort dann offenbar auf den Sankt Nimmerleinstag.
20:10 Uhr: Abfahrt aus Golm. Ohne Sankt und zu spät.
20:13 Uhr: Bummel- und Anschlusszug fahren gleichzeitig in den Umsteigebahnhof ein.
20:13 Uhr: Mit leichter Atemnot komme ich am Gleis an und die Türe lässt sich auch noch öffnen. Das hat schon öfters nicht geklappt.
20:36 Uhr: Ankunft in Brandenburg.

LaTeX: Springers LNBIP-Vorlage läuft nicht mit *.bib-Dateien – Konvertierung von BIB zu BBL mit bibitems

Hat mich jetzt Zeit gekostet. Ich will’s aber mal dokumentieren.

Problem
Springer Latex-Vorlage verlangt bibitems im *.tex-Dokument als Quellenverzeichnis. *.bib-Dateien werden (offenbar) nicht unterstützt.

Lösung
Citavi-Export der Bib-Datei.

Diese Datei im Projekt referenzieren:

 begin{thebibliography}{5}  
bibliographystyle{plain} // wichtig, sonst verschluckt sich bibtex
bibliography{quellen} // die aus Citavi exportierte quellen.bib-Datei
end{thebibliography}

Dann im Projekt „latex“ laufen lassen. Es wird eine „mein_projekt.aux“ erstellt.

Dann im Projektverzeichnis „bibtex mein_projekt“ starten. Es wird eine „mein_projekt.bbl“ erstellt.

Den Inhalt der bbl-Datei kopieren und ins Projekt einfügen:

 begin{thebibliography}{5}  
  bibitem...
 end{thebibliography}  

Latex laufen lassen. Fertig.

Fazit
Ein (weiterer) schlechter Scherz von LaTeX.