{"id":22,"date":"2014-06-14T08:51:00","date_gmt":"2014-06-14T06:51:00","guid":{"rendered":""},"modified":"2015-09-11T09:04:40","modified_gmt":"2015-09-11T07:04:40","slug":"zugfahren-und-warum-ich-meinen-job-mag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nitze-family.de\/blog\/?p=22","title":{"rendered":"Zugfahren und warum ich meinen Job mag"},"content":{"rendered":"<div>Ich sitze im Zug auf dem R\u00fcckweg von einer Konferenz. Der Zug tut allerdings nicht das, wof\u00fcr er gemacht wurde. Haupts\u00e4chlich steht er n\u00e4mlich. Manchmal zischt es. Ab und zu knackt es. Und praktisch dauerhaft pfeift ein kalter Wind aus der Klimaanlage. Die offizielle Version zum mittlerweile 30-min\u00fctigen Stillstand lautete schlicht \u201ePolizeieinsatz\u201c. Die Ger\u00fcchtek\u00fcche, die sich zwischenzeitlich im Zug entwickelt hat, spricht von zwei betrunkenen Behinderten (bzw. \u201ebehinderten Betrunkenen\u201c \u2013 Keine Ahnung, wie die Rangfolge hier politisch korrekt angegeben wird.), die sich in der Bordtoilette eingeschlossen h\u00e4tten. Handyempfang ist null, weil wir an irgendeinem Bahnhof mitten in der Pampa gehalten haben. Da h\u00e4tte ich mir meine Irre-beeilen-um-einen-Zug-eher-zu-kriegen-und-fr\u00fcher-zu-Hause-zu-sein-Strategie sparen und mich stattdessen noch eine Stunde am Konferenzort vergn\u00fcgen k\u00f6nnen (Hafenfest).<\/div>\n<div><\/div>\n<div><a href=\"https:\/\/nitze-family.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/IMG_20140613_140102.jpg\" style=\"clear: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" border=\"0\" src=\"https:\/\/nitze-family.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/IMG_20140613_140102.jpg\" height=\"240\" width=\"320\" \/><\/a>Jedenfalls musste ich daran denken, wie produktiv ich eigentlich von \u00fcberall arbeiten kann und wie angenehm das ist. \u2013 Laptop raus und Action. Am besten Lesen, Schreibaufgaben oder Ideenfindung. Grafische Sachen und Recherche machen mobil hingegen keinen Spa\u00df. \u2013 Oft auch mangels Internetzugang. Aber gerade mangelnder Zugang zu Informationen bringt mich oft wieder mehr zum selber nachdenken. Die Details und Annahmen kann man sp\u00e4ter immer noch pr\u00fcfen. Aber man denkt wenigstens erstmal eigene Gedanken, statt gleich im Netz eine L\u00f6sung zu suchen und sich damit zufrieden zu geben.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Der Zug rollt wieder. 55 Minuten <\/div>\n<p>Versp\u00e4tung. Die Dame kommt rum und verteilt Entschuldigungszettel. Ich glaube, ich will auch einen haben.<\/p>\n<div style=\"clear: both; text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/nitze-family.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/615450_690474974323517_8485522691157553494_o.jpg\" style=\"clear: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" border=\"0\" src=\"https:\/\/nitze-family.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/615450_690474974323517_8485522691157553494_o.jpg\" height=\"240\" width=\"320\" \/><\/a><\/div>\n<div>Die Konferenz war sehr entspannt. Sehr breite, aber interessante und praxisnahe Themen. Abendveranstaltung war ein Segelt\u00f6rn auf dem Lotsenschoner \u201eAtalanta\u201c. Parallel zu uns fuhr auch noch eine Kogge los. Das ist so ein gewaltiges Wikingerschiff mit einem gro\u00dfen Segel und zwei Drehbassen (kleine drehbare Kanonen). Unser Schiff war auch recht gro\u00df. Aber statt Drehbassen und Riesensegel hatten wir Gulaschsuppe und Bier. Zwischendurch gab\u2018s dann auch noch ne Runde Kurze. Und damit meine ich nicht die K\u00f6chin\u2026*Fremdsch\u00e4m-Anlacher*<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Danach ging\u2019s noch in kleiner Gruppe weiter zum Fu\u00dfballgucken in eine Bar in der Innenstadt. Fu\u00dfball interessiert mich immer noch herzlich wenig, aber Pizza und Long-Island waren sau-lecker und so hab ich die 90 Minuten auch rumgekriegt. Ein toller Ausklang des Abends. Danach mit dem geliehenen Fahrrad zur\u00fcck zur privat gemieteten Wohnung. Airbnb rockt. Freu mich schon auf Paris, n\u00e4chsten Monat. \u2013 Ich sag ja, cooler Job.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><a href=\"https:\/\/nitze-family.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/IMG_20140613_195723.jpg\" style=\"clear: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" border=\"0\" src=\"https:\/\/nitze-family.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/IMG_20140613_195723.jpg\" height=\"240\" width=\"320\" \/><\/a>Habe jetzt auch einen Entschuldigungszettel (Polizeieinsatz, 55 Minuten Versp\u00e4tung) und ein Formular zu den Fahrgastrechten. \u2013 Ich habe demnach das Recht auf 25% Kostenerstattung, wenn der Zug \u2013 wait for it \u2013 60 Minuten Versp\u00e4tung hat. Gro\u00dfes Kino, Deutsche Bahn. \u2013 Echt. Gro\u00dfes. Kino.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><o:p><br \/><\/o:p><\/div>\n<p><\/p>\n<div>P.s. Offenbar hat die Deutsche Bahn jetzt auch ihre Mitarbeiter mit QR-Code-Scannern geupgradet. Jedenfalls gen\u00fcgte den Bahn-Kontrollettis auf meiner Hin- und R\u00fcckfahrt nur ein kurzer Blick auf den komplexen K\u00e4stchen-Code auf meinem Smartphone, um die Rechtm\u00e4\u00dfigkeit meiner Fahrt abzunicken. Ich sch\u00e4tze, dass die Scanner in die Netzhaut der Mitarbeiter eingearbeitet wurden. Eine sehr n\u00fctzliche Idee, wie ich finde.<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich sitze im Zug auf dem R\u00fcckweg von einer Konferenz. Der Zug tut allerdings nicht das, wof\u00fcr er gemacht wurde. Haupts\u00e4chlich steht er n\u00e4mlich. Manchmal zischt es. Ab und zu knackt es. Und praktisch dauerhaft pfeift ein kalter Wind aus der Klimaanlage. Die offizielle Version zum mittlerweile 30-min\u00fctigen Stillstand lautete schlicht \u201ePolizeieinsatz\u201c. 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